Gastritis und Helicobacter

Entstehung und Behandlung

ABC-Schema zur Klassifizierung der Gastritiden:
A gleich autoimmun
B gleich bakteriell
C gleich chemisch-toxisch
Die B-GASTRITIS ist durch den Helicobacter die weltweit häufigste; an zweiter Stelle steht die C-GASTRITIS, ca. 10-15%, in Deutschland liegt die Häufigkeit durch die vielen Antirheumatika inzwischen bei 30%. Der Helicobacter induziert eine Immunantwort in der Korpusschleimhaut, durch die es zu der chronisch-aktiven Gastritis kommt. Magenkarzinome und Lymphome sind oft die Folge.
Die C-GASTRITIS tritt nur im Antrum auf. Auch Gallereflux kann sie hervorrufen.
Auch das Duodenalulcus entsteht meist auf dem Boden einer Helicobakter- Infektion. Die zweite Ursache ist die systemisch vermittelte Wirkung der Coxhemmer und der NASR. Bei der Tripeltherapie sollte die Kombination von Clarithromycin und Amoxicillin wegen der geringen Resistenz die Primärtherapie sein.
Protonpumpenhemmer haben eine Wirkdauer von 24 Stunden, ein einmal tägliche Gabe genügt. Sie sollten vor dem Frühstück eingenommen werden. Nach sechs Tagen ist die Säuresekretion zu 80 % gehemmt. Dreißig bis vierzig mg sind die optimale Tagesdosis. In der Ulkustherapie kann nach vier Wochen auf 15mg übergegangen werden.
Zwanzig bis vierzig % der erwachsenen Bevölkerung leiden unter Refluxbeschwerden. Die nicht-erosive Refluxkrankheit (NERD) ist häufiger als die gastroösophageale Refluxkrankheit mit Läsionen (GERD). Besonders bei letzterer sind PPI besonders erfolgreich.


> zurück zur Übersicht